ÖBB Dialogforum

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Mehr als 30 Teilnehmer*innen beim ÖBB Dialogforum in Graz

Alle zwei Jahre veranstaltet die ÖBB-Infrastruktur AG Dialogforen zum Thema Barrierefreiheit und lädt dazu Vertreter*innen aus Politik, Behindertenorganisationen und Interessierten ein.

Rudolf Kravanja, Prof.in Dr.in Susanne Dungs (FH Kärnten), DI Anton Burtscher (ÖBB)

„Zug um Zug zur Barrierefreiheit“ war auch heuer wieder das Motto unter dem die Informations- und Diskussionsveranstaltungen standen. Rudolf Kravanja war als Teilnehmer der Expertenrunde am 16. Mai in Graz und 17. Mai in Klagenfurt dazu eingeladen.

Wenn Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr gelingen soll, dann ist die ÖBB mit Abstand Vorreiter die sich diesem Thema nicht nur annimmt, sondern konsequent und geradezu vorbildlich betreibt. Neben der Neu- und/oder Umgestaltung bestehender Bahnhöfe, widmet man sich ebenso dem Ausbau der barrierefreien Informationskette. Sicher ist noch nicht alles perfekt und noch nicht für alle betroffenen Gruppen optimal ausgebaut.

Ziel der Veranstaltung ist es daher, gemeinsam über bestehende Barrieren und die Umsetzung von Barrierefreiheit zu diskutieren und wichtige zukünftige Schritte zu fördern. Denn die Bandbreite der ÖBB-Maßnahmen reicht von Liften und Rampen über Lautsprecher, Monitore, Wartebereiche und Hilfestellungen bis zu Parkmöglichkeiten im Nahbereich der Zugänge. Oft sind es jedoch zusätzliche kleine Maßnahmen, die Menschen mit Behinderungen die Benützung der Bahn weiter vereinfachen. Um über mögliche Verbesserungen zu diskutieren, sind deshalb die Sichtweisen von Menschen mit Behinderungen, Senior*innen sowie Eltern mit Kleinkindern wichtig.

Die „Dialoge Barrierefreiheit“ haben sich mittlerweile als sehr nützliche Diskussionsplattform etabliert, weil die Erfahrungen aus der Praxis für die ÖBB wertvolle Informationen liefern um bessere Lösungen zu finden. Und die Ergebnisse seit dem letzten Dialogforum können sich durchaus sehen lassen. So wurden die Ticketautomaten mit niedrigeren Sockeln ausgestattet, verfügen nun über eine verbesserte Anzeigendarstellung (größere Tastatur, mehr Kontraste, …), einen „Einfache Bedienung“-Modus und der Möglichkeit einer Telefonhilfe unter +43 (0)5 1717-5 die auch für die Buchung von Hilfestellungen (Ein-, Um- und Ausstiegshilfen, uvm.) zur Verfügung steht.

Auf die Anregung aus dem Publikum doch Behinderten-WC mit Euro-Key auszustatten, verwies Rudolf Kravanja darauf „… dass es im Sinne der Gleichberechtigung jedem Fahrgast gestattet sein soll Zugang zu rollstuhltauglichen WC zu haben, weil Inklusion dort anfängt wo niemand ausgeschlossen wird“.

Hinweis:
Den Folder „Wir für SIE – Service für mobilitätseingeschränkte Menschen“ sowie die umfangreiche Broschüre „Evaluation Etappenplan“ der ÖBB-Infrastruktur AG stehen Ihnen zum Download auf der ÖZIV Kärnten Webseite unter NEWS/ÖBB Dialogforum zur Verfügung.

Text: Andrea Dampier, Fotos: Michael Fritscher, ÖBB Infrastruktur AG

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