ÖZIV-Medienpreis

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Prof. Fred Turnheim (ÖJC), Patricia Aradi (ORF), Dr. Klaus Voget (Präsident des ÖZIV), Mag.a Nina Kreuzinger (FALTER)

Zum 11. Mal in Folge vergab der ÖZIV im November den Medienpreis.
Text: Hansjörg Nagelschmidt Fotos: ÖZIV

Bereits seit dem Jahr 2006 prämiert der ÖZIV jedes Jahr herausragende Beispiele für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben. Dabei wird jeweils ein Preis in der Kategorie Print (oder Artikel in Online-Zeitungen) und in der Kategorie Elektronische Medien (Radio oder TV) vergeben. Am 8. November fand die Preisverleihung an die diesjährigen Preisträgerinnen im CBMF-Café in Wien statt.

Mit dem ÖZIV-Medienpreis leistet der ÖZIV einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung bezüglich der Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien. Durch den Abend führten Iris Kopera (Forum Selbstvertretung) und Hansjörg Nagelschmidt (ÖZIV Bundesverband).

Den Gästen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten – beispielsweise präsen­tierte Prof. Claus Reitan die Homepage barrierefreiemedien.at,
die Anregungen für die Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien bietet. In der Kategorie „Print“ wurde Nina Kreuzinger für ihren im Mai 2016 im FALTER erschienen Artikel „Die geborgten Arme und Beine“ ausgezeichnet. Und in der Kategorie „elektronische Medien“ holte sich Patricia Aradi den ÖZIV-Medienpreis für ihren im Rahmen der ORF-Sendung „heute konkret“ Ende 2016 gezeigten Beitrag „Persönliche Assistenz im Arbeitsleben“.

Unterstützt wurde der ÖZIV auch heuer wieder vom ÖJC (Österreichischer Journalisten Club) und einer prominent besetzten Jury. Unter dem Vorsitz des ÖJC-Präsidenten Prof. Fred Turnheim bewertete die Jury die rund 40 eingereichten Beiträge. Die Jury bestand dieses Jahr aus Maria Pernegger (MediaAffairs), Andrea Brückner (ORF), Manfred Fischer (freier Journalist), Herbert Gartner (Kurier), Prof. Claus Reitan (www.barrierefreiemedien.at), Mario Franzin (Geld-Magazin) und ÖZIV-Präsident Klaus Voget.

ÖJC-Präsident Fred Turnheim betonte im Rahmen seiner Laudatio die jahrzehntelange freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem ÖZIV und dem ÖJC: „Gerade wir Journalisten müssen uns immer wieder darüber klar sein, wie leicht Sprache verletzen kann. Dafür ein Bewusstsein bei den Journalistinnen und Journalisten zu schaffen, ist eine ganz wichtige Aufgabe des ÖZIV-Medienpreises, den der ÖJC gerne unterstützt“.

Die Jury hatte sich die Auswahl der ersten Plätze nicht leicht gemacht und die Einreichungen eingehend beleuchtet und diskutiert. In der Jurybegründung zum Medienpreis Print von Nina Kreuzinger (Der Falter) heißt es schließlich: „Der ausgezeichnete Artikel ist nicht nur besonders spannend und fesselnd geschrieben, sondern punktet auch durch detailliert recherchierte Hintergrundinformationen. Aus einer sehr persönlichen Sicht schildert die Autorin einerseits, warum und für wen persönliche Assistenz wichtig ist, und andererseits, wie das Berufsbild von Persönlichen AssistentInnen aussieht. Mit dem Artikel „Die geborgten Arme und Beine“ hat die Preisträgerin einen mitreißenden Beitrag zur Thematik Persönliche Assistenz verfasst, der auch durch die umfassend recherchierten Fakten besticht.“

Und zum Siegerbeitrag von Patricia Aradi in der ORF-Sendung „heute konkret“ stellte die Jury fest: „Auch der Sieger-Beitrag in der Kategorie „elektronische Medien“ beschäftigt sich mit dem Thema „Persönliche Assistenz“. Sehr anschaulich zeigt der Beitrag, wie persönliche Assistenz dazu beitragen kann, einer beruflichen Tätigkeit nachgehen zu können. Die Preisträgerin begleitet einen Mann aus Oberösterreich und seine Assistentinnen durch den Arbeitsalltag. Anschaulich und eindrucksvoll macht der Beitrag klar, wie wichtig persönliche Assistenz für ein selbstbestimmtes Leben ist. Ohne seine Assistentinnen könnte der Mann keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. Mit einem klaren Blick schildert der Siegerbeitrag die beruflichen Chancen, die durch persönliche Assistenz erst möglich werden.“

„Es mag ein Zufall sein, dass sich beide Siegerbeiträge mit dem Thema „Persönliche Assistenz“ beschäftigen“, resümierte ÖZIV-Präsident Dr. Klaus Voget in seiner abschließenden Ansprache „Es zeigen jedenfalls beide Beiträge den hohen Stellenwert der persönlichen Assistenz für ein selbstbestimmtes Leben auf.“

Lesen Sie zum Thema „Persönliche Assistenz“ auch unsere Titel-Geschichte

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